Die größten Projekte der Gemeinde Krombach sind auch heuer der Anbau an den Kindergarten und die Erschließung des Neubaugebiets "Ochsengrund". Die Planungen rund ums Thema Feuerwehrhaus sind dagegen erst im Finanzplanungszeitraum von 2027 bis 2029 zu finden. Das zeigte sich bei der Präsentation des Etats für das laufende Haushaltsjahr, den der noch bis zum 30. April amtierende Gemeinderat in seiner letzten Sitzung einstimmig gebilligt hat.
Den Ausführungen von Bürgermeister Peter Seitz (UB) und Florian Hellenthal, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Schöllkrippen, war dabei zu entnehmen, dass es eine positive und eine negative Seite gibt. Negativ ist demnach, dass insbesondere die Umlagen und Personalkosten weiter steigen. Im Gegenzug sorgen die hohen Gewerbesteuereinnahmen vor zwei Jahren dafür, dass die Schlüsselzuweisungen in diesem Jahr deutlich geringer ausfallen. Dadurch sei die Zuführung vom Vermögensteil (Investitionen) in den Verwaltungsteil (laufende Kosten) weder in diesem noch im nächsten Jahr möglich und es würden auch keine neuen Kredite genehmigt werden.
"Die Gemeinde ist aber nicht etwa pleite", relativierte der Kämmerer. Zum einen seien mit 2,5 Millionen Euro ausreichend Rücklagen vorhanden. Hinzu komme, dass schon 2022 eine Million Euro als Kredit genehmigt, bisher aber nicht aufgenommen worden sei. Weitere zwei Millionen Euro seien bereits 2023 genehmigt, aber ebenfalls bislang nicht abgerufen worden. Das sei nicht ungewöhnlich; die Erfahrung zeige, dass gemeindliche Vorhaben nicht immer wie geplant realisiert werden könnten. Allerdings, so Hellenthal weiter, würde die Genehmigung für den Kredit des Jahres 2022 in Kürze verfallen. Um das zu verhindern, beschloss der Gemeinderat einstimmig, diese Million Euro umgehend zu den aktuell günstigsten Konditionen aufzunehmen.
Bemerkenswert laut Kämmerer: Die letzte Kreditaufnahme erfolgte im Jahr 2005. Dadurch habe der Schuldenstand kontinuierlich auf aktuell 100.000 Euro (50 Euro je Einwohner) gesenkt werden können. Positiv sei ferner, dass die Gemeinde mit 280.000 Euro aus dem Sondervermögen des Bundes rechnen könne. Und dass außerdem die Zuschüsse aus den FAG-Mitteln (Finanzausgleich) generell erhöht worden seien, werde sicherlich bei der Kindergartenerweiterung zu spüren sein.
Im Überblick: Eckdaten des Krombacher Haushalts 2026
Verwaltungsteil (laufende Kosten): 4,8 Millionen Euro (Vorjahr: 4,5 Millionen Euro)
Vermögensteil (Investitionen): 6,1 Millionen Euro (6,3 Millionen Euro)
Schulden: 100.000 Euro zum 31. Dezember 2025; das sind 50 Euro je Einwohner
Wichtigste Einnahmen im Verwaltungsteil: Anteil Einkommensteuer: 1,59 Millionen Euro (1,57 Millionen Euro);
Schlüsselzuweisungen: 600.000 Euro (890.000 Euro);
Gewerbesteuer: 850.000 Euro (960.000 Euro)
Wichtigste Ausgaben im Verwaltungsteil:
Kreisumlage: 1,5 Millionen Euro (1,2 Millionen Euro);
VG-Umlage: 460.000 Euro (450.000 Euro);
Umlage Grundschulverband: 290.000 Euro (290.000 Euro);
Umlage Mittelschulverband: 61.000 Euro (61.000 Euro).
mst